Montag, 23. Juni 2014

Rezension: Stern der Macht - Herzensglut von Elvira Zeißler

  Stern der Macht:
Herzensglut: (Band 1)
  Autor: Elvira Zeißler
  erschienen März 2014
 CreateSpace Independent
Publishing Platform 
  ISBN: 978-1497370555

© Viktoria Petkau
anders als erwartet - besser!

Erin wird Zeuge eines Unfalls. Noch an der Unfallstelle drückt ihr die schwerverletzte Frau eine alte Kette in die Hand. Als Erin danach versucht, die Besitzern ausfindig zu machen, erfährt sie, dass die Frau kurze Zeit später im Krankenhaus gestorben ist. Das Schmuckstück gerät erst mal in Vergessenheit – bis plötzlich der stets übelgelaunte, aber verdammt gutaussehende Daniel in ihrer Schule auftaucht. Er ist es auch, der ihr die Geschichte hinter dem Amulett erklärt, der sie in einen Jahrhunderte währenden Kampf verstrickt und ihr Leben völlig auf den Kopf stellt.

Es geht direkt ereignisreich los. Besonders der mysteriöse Daniel wirft Fragen auf und zunächst ist es sehr amüsant, die zornerfüllten Wortwechsel zwischen Erin und Daniel zu verfolgen.
In der Folge steht vor allem das Gefühlschaos der zwei im Vordergrund. Obwohl der Verlauf recht vorhersehbar ist, ist die emotionale Achterbahnfahrt ansprechend geschildert, sodass es Spaß macht, die Handlung zu verfolgen.
Die Geschichte um das Amulett nimmt erst zum Ende richtig Fahrt auf und bietet spannende und auch überraschende Szenen.

Elvira Zeißler hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Mit einer flüssigen, bildhaften Sprache führt sie durch die Geschichte und ermöglicht Dank personaler Erzählweise Einblicke in die Gefühle ihrer Protagonisten, wobei das Hauptaugenmerk auf Erin liegt und nur wenige Szenen ohne ihre Beteiligung beschrieben werden.

Erin und Daniel sind zwei facettenreiche Figuren, die sich aufgrund der Ereignisse sichtbar verändern. Während die unkomplizierte, freundliche Erin mir sofort sympathisch war, brauchte ich bei Daniel, den ich aufgrund seines mysteriösen, verschlossenen Verhaltens zunächst schlecht einschätzen konnte, etwas länger, bis ich auch ihn ins Herz schließen konnte. Zusammen geben sie ein interessantes Paar ab, dass aufgrund der ständigen Kabbeleien für Spaß und Spannung sorgt.
Die Nebenfiguren bleiben teilweise etwas blass. Manche lassen sich schnell in gut und böse kategorisieren und bleiben dieser Sparte bis zum Ende ohne überraschende Wendungen erhalten. Die Spannung beim Lesen besteht dann eher darin, zu verfolgen, wie lange sich Erin und Daniel täuschen lassen.

Da es sich bei Herzensglut um den ersten Band der Stern der Macht-Reihe handelt, ist das Ende des Buches zwar offen, dennoch sind bereits einige Handlungsstränge zu Ende geführt und viele Fragen beantwortet, sodass man als Leser sowohl mit einem guten Gefühl als auch mit einer großen Portion Neugier zurückgelassen wird.

Zwar klang der Klappentext des Buches bereits spannend, dennoch wurde ich sehr positiv überrascht und meine Erwartungen an die Geschichte noch übertroffen. Die Handlung bietet Abwechslung und viele Emotionen. Obwohl einige Begebenheiten vorhersehbar sind, ist das Buch zu keinem Zeitpunkt langweilig und kann gerade zum Ende hin noch mit unerwarteten Ereignissen überraschen.


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