Mittwoch, 29. April 2015

Rezension: Sternenmeer von Tanja Voosen

Sternenmeer

Autor: Tanja Voosen
erschienen April 2015
Verlag: CreateSpace Independent 
      Publishing Platform
ISBN: 978-1505953541
mit viel Witz geschrieben – Lesespaß garantiert

Kurz vor den Sommerferien ist Lauries Laune auf dem Tiefpunkt. Da ihre Eltern nur noch streiten, ist die 17-jährige nicht gern zuhause, doch in das Sommercamp ihres Onkels, in das ihre Eltern sie schicken wollen, will sie auch auf keinen Fall. Sie tüftelt an einem Plan, um ihre „Abschiebung“ zu verhindern, der aber gründlich schief geht. Und so findet sie sich doch in Sommerset wieder, zusammen mit dem Bruder ihrer besten Freundin, den sie seit kurzem mit ganz neuen Augen sieht. Zunächst scheint der Sommer doch ganz schön zu werden, doch dann gerät alles durcheinander...

Laurie ist eine sympathische Protagonistin: Sie ist eine loyale Freundin, die versucht zu helfen, wo sie nur kann, auch wenn sie sich dafür selbst in Schwierigkeiten bringen muss. Da sie sehr unter den Unstimmigkeiten ihrer Eltern leidet, rebelliert sie ein wenig, was allerdings ziemlich schief geht. Da sie die Ich-Erzählerin der Geschichte ist, bekommt man als Leser ununterbrochen einen Einblick in ihre wirren Pläne und aufgewühlten Gefühle.
Auch Derek ist mir schnell sympathisch geworden. Er ist lustig, freundlich und zuvorkommend. Zwar trifft er nicht immer die richtige Entscheidung, allerdings sind seine Gründe durchaus nachvollziehbar.

Sternenmeer bietet keine komplett neue Story, auch wenn sehr viele verschiedene Ereignisse zusammenkommen. An einigen Stellen fühlte ich mich an verschiedene Teenager-Filme erinnert. Es gibt nur wenige Überraschungen, weite Strecken der Handlung sind vorhersehbar, trotzdem hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen.
Während ich den Anfang als ein klein wenig zäh empfand, ist die Zeit im Camp durchweg interessant zu verfolgen – die langsame Annährung, die entstehende Verbindung zu Lauries Onkel, die auftretenden Probleme und deren Lösungsversuche.
Es gibt sehr viele witzige Szenen, die mich immer wieder zum lachen gebracht haben und für Abwechslung sorgen. Denn auch gefühlvolle und dramatische Szenen hat das Buch zu bieten.
Am Schluss geht leider alles etwas schnell.

Der Erzählstil der 17-jährigen ist sehr angenehm und in nicht zu komplizierten Sätzen gehalten. Laurie denkt gern in bildhaften Vergleichen, was zum einen die Vorstellung vieler Ereignisse erleichtert, den Leser an manchen Stellen aber auch zum Schmunzeln bringt, wenn ihre Vergleiche mal wieder völlig übertrieben sind. Die frisch-jugendliche Sprache trägt zu dem flüssigen Lesegenuss bei.

Zwar nicht sehr überraschend, aber trotzdem einfach süß zu verfolgen. Viele witzige Szenen sorgen für lustige Momente, bevor das Ende eher dramatisch-romantisch wird. Spaßige Lesestunden garantiert.

Kommentare:

  1. Das Buch habe ich zwar noch nicht gelesen, aber ich mag die Art, wie Tanja schreibt :)

    Liebste Grüße, Natascha von den Bücherjunkies

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  2. Das Buch steht auch noch auf meiner Wunschliste. Tanja konnte mich mit "Emily lives loudly" richtig gut unterhalten. Der Inhalt hier klingt toll - und deine Rezi begeistert. :)

    Viele Grüße
    Sabrina

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  3. Huhu,

    Ich fand das Buch richtig klasse und man fühlte sich direkt nochmal in die Teenagerzeit zurückversetzt.
    lg Susi Aly

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