Donnerstag, 16. Februar 2017

Rezension: Das Vergessen (Traumhaft 2) von Johanna Lark

Traumhaft 2
Das Vergessen

Autorin: Johanna Lark
erschienen Dezember 2016
ISBN: 978-3-646-30011-6
© Dark Diamonds
langatmige und anstrengende Handlung

Achtung: 2. Band der Traumhaft-Reihe. Inhaltliche Spoiler zu Band 1 vorhanden.

Zwar hat Klara es geschafft, dass ihr Bruder aus dem Koma aufgewacht ist, doch nun warten neue Herausforderungen auf sie. Der Job für Silva führt sie in eine neue Welt voller Luxus und glamouröser Gesellschaft. Doch ist sie bereit, alles zu tun, was von ihr verlangt wird?

In einem ersten Traum erinnert Klara sich an die wichtigsten Ereignisse aus Band 1 zurück. Die Handlung knüpft nahtlos an den Vorgängerband an. Durch den kleinen Einstieg dürften die wichtigsten Erinnerungen aufgefrischt sein, Vorwissen ist aber auf jeden Fall notwendig, da die begonnenen Handlungsstränge weitergeführt und Personen nicht neu vorgestellt werden. Ein paar weitere Rückblenden erfolgen dann während der Handlung noch.

Nachdem Band 1 mich zwar neugierig gemacht hat, ich Klara aber hin und wieder schon anstrengend fand, musste ich mich durch Band 2 leider arg quälen.
Die Handlung ist extrem zäh, einseitig und voller Wiederholungen.
Alkohol, Drogen, Sex und das unberechenbare Traummedikament bestimmen Klaras Leben. Nacheinander, durcheinander, hintereinander weg. Tagtäglich – über Wochen. So trifft man in diesem Buch leider selten eine nüchterne Figur... Und der Leser darf ausführlich daran teilhaben, denn neben Klars Schilderungen, womit sie sich diesmal bekifft oder welche Alkoholsorte als nächstes dran ist, passiert nicht so richtig viel.

Dabei hat die Geschichte durchaus spannende Momente. Klara wird in Machenschaften verwickelt, die sie gar nicht überblicken kann. Es ist ein Spiel, in dem jeder gegen jeden kämpft und Klara nur die Marionette ist, deren Fäden ein anderer zieht. Leider nehmen diese Passagen aber viel zu wenig Raum ein. Denn vieles passiert außerhalb der Sichtweite von Ich-Erzählerin Klara und so richtig Elan hat sie eigentlich nicht, den Dingen auf den Grund zu gehen.

Erst auf den letzten 50 Seiten konnte mich die Geschichte dann noch ein wenig berühren. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Absicht gefasst, den Abschlussband gar nicht mehr zu lesen. Doch dann kommen doch noch einige Antworten und Wendungen in Klaras Leben – verbunden mit echten Emotionen. Und irgendwie bin ich nun (leider?) doch neugierig, wie Klaras Geschichte enden wird. Dabei hoffe ich aber, dass dieser Lebenswandel nur eine Phase war, die sie nun überwunden hat... ansonsten könnten das 600 Seiten seeeehr lange Seiten werden. Ich bin noch unentschlossen.

Es hätte so schön sein können... wenn Klara wenigstens versucht hätte zu handeln, statt sich von einem Rauschzustand in den nächsten zu befördern. Teilnahmslos lässt sie ihr Leben an sich vorbeiziehen und berichtet dem Leser ausführlich über ihren ausgiebigen und vielfältigen Drogen- und Alkoholkonsum. Die mit Intrigen und Lügen gespickte Handlung bleibt auf der Strecke. Bis kurz vor Schluss ist das Buch leider langweilig und zäh.


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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