Dienstag, 28. Februar 2017

Rezension: Rebecca Wild - 1001 Kuss - Djinnfeuer

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1001 Kuss. Djinnfeuer


Autorin: Rebecca Wild
erschienen Januar 2016
ISBN: 978-3-646-60190-9
magische Reise mit sympathischerPiratin


Rani erlebt als Piratentochter allerhand Abenteuer auf hoher See. Schiffe überfallen, Beute sichern, Gegner abwehren, Stürme überstehen – langweilig wird es da nur selten. Doch das Abenteuer, das ihr nun bevorsteht, übertrifft alles, was sie jemals erlebt hat. Als sie durch einen Zufall in den Besitz einer magischen Flasche kommt, wird sie Gebieterin über einen Djinn. Ihr Aberglaube und die unheimlichen Geschichten, die überall erzählt werden, lassen sie vorsichtig werden, doch sie ist auch neugierig und die Wünsche, die ihr offen stehen, entfachen große Träume, die viel verändern werden.


Drei Wünsche frei zu haben, kann gewiss sehr verlockend sein. Fast jeder hat sich schon mal Gedanken darüber gemacht, was er damit anstellen würde. Doch die Regeln und Grenzen der Djinnmagie bekommt auch Rani zu spüren. Nicht alles ist machbar, aber sehr viel ist möglich. Die Verlockung ist groß und besonders durch die forsche, herausfordernde Art des Djinn, lässt sich die junge Protagonistin zu schnellen Entscheidungen hinreißen. Die Folgen hat sie so nicht erwartet, allerdings sind sie entscheidende Wendepunkte im Verlauf der Geschichte.

Rani ist sympathisch, häufig mutig, manchmal aber auch ein wenig leichtsinnig und naiv. Umso besser man sie kennenlernt, umso mehr ist sie mir ans Herz gewachsen. Sie stellt sich den Herausforderungen und beweist immer wieder ein gutes Herz, obwohl sie das selbst manchmal in Gefahr bringt.
Im Verlauf der Geschichte erfahren wir auch mehr über die Djinn, ihre Regeln und Gesetze. Besonders Jaal wird dabei beleuchtet, der an Ranis Seite alle Hände voll zu tun hat.
Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden sind schön zu verfolgen. Auf der einen Seite necken und verfluchen sie sich, auf der anderen Seite beeindrucken sie sich aber auch immer wieder gegenseitig. Sowohl in den Menschen, als auch in den Djinn steckt mehr, als der Gegenüber erwartet hatte.

Durch die Perspektivwechsel kann man verschiedene Handlungsstränge verfolgen, die sich immer mehr miteinander verknüpfen. Dabei lernt man auch die unterschiedlichen Figuren, wie Prinz Amare und seinen ungewöhnlichen Leibwächter, besser kennen und bekommt gleichzeitig Einblicke in ihre Leben, Pläne, Intrigen, Geheimnisse und Machenschaften, von denen Rani teilweise nichts ahnt.
Der angenehme, detaillierte Schreibstil lässt die fremde Welt lebendig werden. Der orientalische Hauch, die Kleidung der Figuren, der Aufbau und die Umgebung der Städte, passen gut zum Djinn Thema und verliehen der gesamten Geschichte noch mal einen besonderen Charme. Kombiniert mit Ranis aufgeweckten Art, dem selbstbewussten, nicht immer leicht zu durchschauenden Djinn, den Personen im Palast und der Piratenbande, entsteht eine tolle, abwechslungsreiche Handlung, mit Spannung, Gefühl und Magie.

Ein schöner Auftakt, der den Leser in eine magisch-orientalische Welt entführt. Facettenreiche Figuren, Intrigen, Herausforderungen und die Geheimnisse der Djinnwelt sorgen für Abwechslung und Spannung.


1 Kommentar:

  1. Hi ihr 😄
    Dieses Buch liebte ich auch total ☺
    Schön das es euch gefallen hat.
    Lieben Gruß
    Nicole

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