Samstag, 25. November 2017

Rezension: Ela van de Maan - Karibikstürme

 ©bookshouse
Karibikstürme

Autorin: Ela van de Maan
erschienen Oktober2014
Verlag: Bookshouse
ISBN:  978-9963-52-653-6
Piratenkurzgeschichte mit schöner Entwicklung
Piratenkapitän Myles Morten denkt langsam an seinen Ruhestand. Obwohl er noch sehr jung ist, möchte er aufhören mit seinem bisherigen Tun und endlich das Leben auf andere Art und Weise genießen. Einen letzten Schatz möchte er noch in seinen Besitz bringen und dann glanzvoll abdanken. Das war zumindest sein Plan, bevor sie auf einer eigentlich verlassenen Insel auf die Besatzung eines Passagierschiffes stoßen und ihn plötzlich Gefühle übermannen, die er so gar nicht kannte.


Wie bereits in den anderen beiden Büchern der Karibik-Reihe geht es wieder zurück in das 18. Jahrhundert. Obwohl ich sonst nicht so viele historische Geschichten lese, hat mich dieser Aspekt hier überhaupt nicht gestört. Zum einen kannte ich natürlich die Gegebenheiten aus den anderen beiden Büchern schon und außerdem passt eine Piratengeschichte natürlich auch einfach gut in diese Zeit. Man kann die einzelnen Bände unabhängig voneinander lesen, da die Handlung nicht direkt weitergeht und jedes Buch für sich abgeschlossen ist.
Durch schöne Beschreibungen und einige Details zu der Umgebung und den Personen wird die Handlung trotz der Kürze lebendig. Auf der einsamen Insel treffen zwei Welten aufeinander, die doch auf ungeahnte Weise miteinander verbunden sind. Die Piraten wollen eigentlich einfach nur ihren Schatz haben und dann wieder verschwinden. Doch die Passagiere des gestrandeten Schiffes machen ihnen ihr Vorhaben unmöglich. Die Entscheidungen, die dann getroffen werden, sind nicht unbedingt piratenhaft, passen aber sehr gut in die Entwicklung der gesamten Handlung.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und mitnehmend. Obwohl die Geschichte ja recht kurz ist, hat man nicht das Gefühl, durch die Geschichte zu hetzen oder wichtige Dinge zu verpassen. Die Perspektivwechsel sorgen für eine schöne Dynamik und ermöglichen es, das Geschehen von verschiedenen Seiten zu verfolgen und geben somit auch die Chance, die Figuren besser kennen zu lernen. Auch wenn man eine Ahnung hat, was passieren könnte, ist die Handlung nicht komplett vorhersehbar. Es gibt immer wieder kleine Wendungen und Auseinandersetzungen, die alles ändern können. Bis kurz vor Schluss bleibt offen, ob es den Ausgang geben wird, den ich mir beim Lesen erhofft habe.

Eine schöne facettenreiche Kurzgeschichte, die gern noch etwas länger hätte gehen können.




Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!


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