Dienstag, 28. November 2017

Rezension: Lilyan C. Wood - Devils Daughter - Thron der Verdammnis

 ©Dark Diamonds
Thron der Verdammnis
Devil's Daughter 2

Autorin:Lilyan C. Wood
erschienen Oktober 2017
Verlag: Dark Diamonds
ISBN:  978-3-646-30060-4
"teuflische" Fortsetzung mit kleinen Schwächen


Da es sich um eine Fortsetzung handelt, kann meine Rezension Spoiler in Bezug auf den ersten Band enthalten. Einige Details werden noch mal aufgegriffen, insgesamt ist es aber sicher günstiger, die Reihe von Beginn an zu lesen, damit man die Zusammenhänge und Entwicklungen wirklich verstehen kann.

Die letzten Jahre waren für Lucia und Fero aufregend, ereignisreich und größtenteils so, wie sie es sich am Ende vom Auftaktbuch wohl erhofft hatten. Nun wird eine neue Zeit eingeläutet, die viele Veränderungen mit sich bringt, für alle Seiten.
So ruhig und entspannt, wie Lucia sich gern im Reich ihres Vaters einleben wollte, wird es dann aber nicht. Es lauern schon die nächsten Gefahren und Bedrohungen, die es wahrlich in sich haben.


Obwohl das Buch eine ganze Weile nach dem ersten Band ansetzt, hat man nicht wirklich das Gefühl, sehr viel verpasst zu haben. Den Übergang gestaltet die Autorin sehr angenehm und passend. Man bekommt einen kurzen Überblick über die Dinge, die in „unserer Abwesenheit“ geschehen sind und steigt dann in die aktuelle Handlung ein.
Hin und wieder gibt es Rückblenden, die dabei helfen, Erinnerungen aufzufrischen. Sollte man das erste Buch nicht kennen, könnte es aber schwierig werden, alle Zusammenhägen und Querverweise wirklich zu verstehen. Vermutlich kann man sich in Band zwei aber trotzdem wohlfühlen.

Da die Schauplätze sich die meiste Zeit in der Unterwelt befinden, öffnet sich eine fremde Welt, in die man nach und nach eintaucht. Mit Magie und Feuer scheint fast nichts mehr unmöglich zu sein und Lucia testet sich nur zu gern aus, um an ihren Aufgaben zu wachsen und stärker zu werden. Doch die neue Umgebung ist ihr manchmal auch ein wenig unheimlich. All die verlorenen, düsteren Seelen, die hinter den Feuergittern gefangen sind und sich bemühen, Lucia auf ihre Seite zu ziehen, können einem schon ziemlich Furcht einflößen.

Durch die Ich-Perspektive von Lucia bekommt man einen sehr intensiven Einblick in ihre Entwicklung, ihre Emotionen, Ängste, Hoffnungen und Gedankengänge. Viele Figuren aus dem ersten Buch spielen wieder eine wichtige Rolle und sind häufig an Lucias Seite. Die neuen Charaktere stehen nicht alle auf Lucias Seite, dadurch wird aber noch mehr Abwechslung in die Geschichte gebracht.

Auch wenn es nie wirklich langweilig wird, waren mir einige Passagen etwas zu langatmig. Es geht hin und her, vor und zurück, die Figuren drehen sich im Kreis, beraten, grübeln, philosophieren, probieren sich aus, verwerfen und schreiten erneut voran. Ja es passiert irgendwie viel, aber auf der anderen Seite ging es mir teilweise nicht schnell genug. Vor allem weil die Situation so brenzlig ist und es eigentlich zunehmend turbulenter und temporeicher wird. Trotzdem hatte ich zwischendurch den Eindruck, die Charaktere bremsen sich und das Geschehen etwas aus und das hat meinen Lesefluss ein wenig gestört.

Eine feurige Fortsetzung, die einem die Hölle ml auf eine ganz andere Weise präsentiert. Bereits im ersten Band hat es mir gut gefallen, dass die Rollen von Engeln und Teufeln anders verteilt sind, als man sie sonst meistens vorfindet. Leider wirkte die Handlung auf mich gegen Ende ein wenig wie Wettrennen mit angezogener Handbremse – hier hätte ich persönlich mir einfach die volle Ladung Turbulenzen gewünscht, wie sie sich ja eigentlich auch in der Geschichte andeuten.



Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

1 Kommentar:

  1. Oh, habe es nur überflogen da ja Spoilergefahr aber Band 1 werde ich mir mal notieren. Danke Dir für den Tipp.

    ♥liche Grüße - Lenchen

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