Sonntag, 17. Dezember 2017

Rezension: Das verlorene Königreich von Valeria Bell

Das verlorene Königreich
Die Magie der Königreiche 1

Autorin: Valeria Bell
erschienen Dezember 2017
ISBN: 978-3-646-60398-9 (epub)
zum Verlag: → Impress (Carlsen)
© Impress
tolles Cover, aber der Inhalt konnte mich nicht überzeugen

Der Beginn der Handlung hat mir gut gefallen. Die 19-jährige Skyler erinnert sich nicht an ihre Vergangenheit. Sie führt ein einfaches Leben als Ziehtochter von Bauern und kümmert sich liebevoll um ihre kleine Schwester. Immer wieder hat sie die gleichen Träume von sich selbst– doch sind es wirklich ihre Erinnerungen?
Ich bin neugierig geworden, was es mit den Träumen und Skys Vergangenheit auf sich hat. Nach der Entführung ihrer Schwester begibt sich Sky mit einem mysteriösen Fremden auf ein Abenteuer – es verspricht aufregend zu werden. Leider blieb die Spannung für mich aber aus, da ich immer mehr Schwierigkeiten mit Sky hatte.
Sie ist extrem launisch und zickig. Völlig aus dem Nichts fährt sie ihren Begleiter immer wieder an, statt einmal vernünftig ein Gespräch zu suchen. Sie denkt etwas, handelt dann aber völlig gegensätzlich. Dabei wirkte sie für mich durchgehend deutlich jünger als 19.
Da sie die Ich-Erzählerin der Geschichte ist, kann man an ihren Gedankengängen zwar teilhaben – verständlich sind diese aber leider nicht immer. Teilweise konnte ich ihre Gedankensprünge nicht nachvollziehen. Ich bin mit ihr einfach nicht warm geworden.

William war mir zwar sympathischer, aber auch sein Verhalten ist nicht immer nachvollziehbar und er behält bis zum Ende die meisten seiner Geheimnisse für sich.

Leider konnte mich das Buch einfach nicht packen. Es gibt zwar ein paar dramatische, aufregende Szenen und auch ein paar süße gefühlvolle Momente, im nächsten Moment wechselt die Stimmung aber wieder völlig abrupt, was mich oftmals verwirrt hat. Zudem konnte ich den Handlungsverlauf bzw. den Weg, den die Figuren wählen, nicht immer nachvollziehen. Auch das Ende konnte mich dann nicht überzeugen, obwohl die Szene an sich actionreich und dramatisch gestaltet war.

Zuletzt bin ich auch mit dem Schreibstil nicht warm geworden – ich empfand ihn überwiegend als holprig, sodass kein richtiger Lesefluss entstanden ist. Überwiegend ist die Sprache an das mittelalterliche Setting angepasst. Hin und wieder schleichen sich aber ein paar unpassende moderne Begriffe ein. Zudem gibt es recht viele Wiederholungen – Verben, die in zwei aufeinanderfolgenden Sätzen auftauchen, gleiche Satzanfänge direkt hintereinander und dergleichen. Da ich ohnehin nicht richtig in die Geschichte hineingekommen bin, habe ich dies zusätzlich als störend empfunden.

Fazit
Spannende Grundidee, doch die Geschichte konnte mich einfach nicht fesseln. In Sky konnte ich mich gar nicht hineindenken, sie verhält sich extrem launisch, ohne dass ihr Verhalten nachvollziehbar wird. William ist zwar ein interessanter Charakter, bleibt aber noch recht rätselhaft. Trotz einiger dramatischer und gefühlvoller Szenen zog sich die Handlung sehr. Daher ist für mich nach dem ersten Band Schluss.


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

1 Kommentar:

  1. Hallo liebe Anja,

    eine schöne und nachvollziehbare Rezension. Ich und das Buch sind ja leider auch nicht wirklich Freunde geworden. Es hat einfach nicht gepasst und mich störten im Grund die gleichen Dinge wie dich. Es sollte einfach nicht sein, aber daher ist für mich die Reise auch mit diesem Band beendet.

    Liebe Grüße, Ruby

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