Donnerstag, 7. Dezember 2017

Rezension: Paul Maar - Eine Woche voller Samstage

 ©Oetinger
Eine Woche voller Samstage
(Sams Band 1)

Autor: Paul Maar
erschienen Februar 1973
Verlag: Oetinger
ISBN: 978-3-7891-1952-1
niedliche, lustige Geschichte



Herr Taschenbier bemüht sich, sein Leben so ruhig und unauffällig wie möglich zu gestalten. Er provoziert keinen Streit, schluckt seinen eigenen Frust und fügt sich in sein Schicksal. Bis eines Samstags das Sams in sein Leben tritt und alles auf den Kopf stellt. Der freche Kerl ist alles andere als auf den Mund gefallen und so erlebt Herr Taschenbier, dass einiges auch ganz anders laufen könnte, wenn man sich traut und manchmal vielleicht auch etwas zu viel des Guten will.


Der Schreibstil von Paul Maar ist sehr angenehm, flüssig und leicht verständlich. Auf lange, verschachtelte Sätze und komplizierte Beschreibungen wird verzichtet, so dass die Geschichte auch für jüngere Leser gut zu verstehen sein sollte.
Ich hatte tatsächlich bisher nichts von Paul Maar gelesen, bin aber auf der Frankfurter Buchmesse auf die Sams-Reihe aufmerksam geworfen. Bis dahin kannte ich nur einen Sams-Film, nun war ich aber neugierig darauf, die Geschichte vom Sams und Herrn Taschenbier etwas genauer unter die Lupe zu nehmen- und ich wurde nicht enttäuscht.

Das Sams kennt sich in der Welt nicht wirklich gut aus. Er nimmt viele Dinge wörtlich und sorgt damit für immer neues Chaos. Dabei tut er häufig nur, was ihm gesagt wurde und kann gar nicht verstehen, was daran nun wieder falsch sein soll. Sarkasmus, Ironie oder rhetorisch gemeinte Äußerungen versteht er nicht. Für den Leser gibt es da einige witzige Momente, für die Personen im Buch nur neuen Grund sich zu ärgern und zu schimpfen.
Doch selbst Herr Taschenbier lernt das Sams nach und nach zu schätzen, obwohl er sonst so vorsichtig und ängstlich war. Er kommt ein wenig aus seinem Schneckenhaus und unternimmt auch mal andere Sachen, die nicht in das Bild des fleißigen Arbeiters und stillen Zimmerbewohners passt. Mit dem Sams wird es wahrlich nie langweilig, da kann man sich schon auf die weiteren Abenteuer freuen, die es noch zu erleben gibt.
Besonders schön sind auch die Illustrationen, die der Geschichte eine lebendige Note verleihen. Man kann sich das Geschehen dadurch noch besser vorstellen und bekommt einen guten Eindruck davon, wie es bei Herrn Taschenbier aussieht.

Eine niedliche, lebendige und unterhaltsame Geschichte, die Lust darauf macht, auch die anderen Bücher mit dem Sams und Herrn Taschenbier zu lesen.

Kommentare:

  1. Hey Dana,

    ach mensch "das Sams". Ich liebe die Geschichten um das Sams. Es ist eine richtig schöne Kindheitserinnerung. Schon früher habe ich die Bücher und Filme verschlungen. *g*

    Liebe Grüße, Toni

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  2. Hi Dana,

    ach das werden Kindheitserinnerungen wach! Ich dürfte Paul Maar auch kurz live auf der FBM sehen und er war sehr sympathisch und für sein Alter superfit!

    Liebe Grüße
    Desiree

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