Dienstag, 9. Januar 2018

Rezension: Königlich verraten von Dana Müller-Braun

Königlich verraten
Die Königlich-Reihe 2

Autorin: Dana Müller-Braun
erschienen Januar 2018
ISBN: 978-3-646-60346-0 (epub)
zum Verlag → Impress (Carlsen)
© Impress
überraschend aber nicht so stark wie Band 1

Achtung 2. Band der Reihe – inhaltliche Spoiler zum ersten Band vorhanden

Ich habe den ersten Teil (→ Königlich verliebt) geliebt, mitgefiebert und mitgelitten. Nach dem aufregenden Ende war ich unglaublich neugierig auf die Fortsetzung. Leider konnte diese für mich nicht ganz mithalten.
Nachdem Insidia gefangen genommen wurde, war ich wirklich gespannt, in welche Richtung sich die Geschichte nun entwickeln sollte. Doch mit dem Verlauf habe ich absolut nicht gerechnet. Dabei ist der Einblick in die Welt außerhalb Insidias total spannend und bringt nochmal neue Aspekte ans Licht, die zeigen, wie verzwickt das politische Machtgefüge in der Welt ist und wie stark sich die Menschen von Vorurteilen beeinflussen lassen.

Grundsätzlich fand ich die Handlung sehr interessant. Insidia möchte herausfinden, wer sie selbst ist, was ihr aber durch die unerwarteten Ereignisse erschwert wird. Es gibt viele spannende und dramatische Momente. Und auch wieder ganz viele Emotionen. Allerdings hatte ich mit diesen so meine Probleme. Schon im ersten Band war Insidia arg viel mir sich selbst und dein neuen Gefühlen, die sie im echten Leben erwarten, beschäftigt. Hier steigert sich dies nochmal, was leider dazu führt, dass Insidia sich ganz viel im Kreis dreht. Sie hat immer wieder die gleichen Gedanken, fühlt sich hin- und hergerissen und verliert dabei das Ziel aus dem Blick. Zwar ist einerseits verständlich, dass die ausgebildete Agentin nur schwer mit dem Gefühlschaos umgehen kann, das sie in ihrem Leben noch nie erlebt hat, andererseits nimmt diese Verwirrung für mich zu viel Raum ein, weil sie dadurch kein Stück weiter zu kommen scheint. Und ich habe die ausgebildete Agentin auch einfach vermisst. Nur in wenigen Augenblicken schimmert noch durch, wozu Insidia eigentlich gemacht wurde. Viel zu oft ist sie weinerlich, ängstlich und schreckhaft. Wo ist das starke, abgebrühte Mädchen in den Notsituationen, in denen der kühle Kopf so wichtig wäre? Auch wenn sie noch ein Teenager ist, hätte ich mir gewünscht, dass sie sich weniger selbst bemitleidet und mehr handelt.

Das Ende kommt wieder mit einem kleinen Schockmoment daher – auch wenn zu erwarten ist, dass der Schein trügt – anders kann es einfach nicht sein...

Ich bin auf jeden Fall gespannt auf das Finale, hoffe aber, dass Insida zu ihrer Stärke zurückfindet.

Fazit
Die Handlung ist voller Überraschungen, spannender Momente und dramatischer Ereignisse. Allerdings ist Ich-Erzählerin Insidia – wie schon in Teil 1 – wieder viel mit den für sie so verwirrenden Gefühlen beschäftigt. Dabei dreht sie sich allerdings oft im Kreis, versinkt im Selbstmitleid und agiert nur wenig, wenn sie nicht dazu aufgefordert wird.



Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Oh weh, dass hört sich ja nicht so spannend an. Leider ist es ja gelegentlich so, dass Band 2 schwächer ist als Band 1. Ich hab Deine Rezi trotzdem gern gelesen.

    ♥liche Grüße - Lenchen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu,
      na es gab schon viele spannende Momente. Allerdings freue ich mich nun wirklich auf den Abschluss und hoffe, dass Insidia hier wieder punkten kann.
      LG anja

      Löschen

Durch das Kommentieren eines Beitrags auf dieser Seite werden automatisch über Blogger (Google) personenbezogene Daten erhoben. Mit dem Abschicken eines Kommentars wird die Datenschutzerklärung akzeptiert.